am Montag, 11. Mai begann das Turnier und läuft bis Freitag 15. Mai 2015,

Beginn 16 Uhr (Eintreffen am Montag bis 15:45 Uhr)
5 Runden Schweizer System, pro Spieler 90 Min + Rest 15 Min, 30 Sek Zeitgutschrift pro Zug,

Runde 1-5 wurden gespielt. Ergebnisse folgen. Bilder siehe “weiterlesen”

Rangliste: Stand nach der 5. Runde
Rang Teilnehmer ELO DWZ S R V Punkte Buchh SoBerg
1. Rühr,Wilfried 2000 1828 4 1 0 4.5 16.5 14.75
2. Winterstein,Holger 1924 1786 4 0 1 4.0 16.0 11.50
3. Ristic,Sreten 1828 1682 3 1 1 3.5 14.5 8.25
4. Lochmann,Viktor 1794 1601 3 1 1 3.5 14.0 9.00
5. Seemann,Hans-Siegfried 1752 1540 3 1 1 3.5 13.5 7.75
6. Oelrichs,Manfred 1727 1610 3 0 2 3.0 14.5 6.50
7. Jürgens,Helmut 1699 1386 3 0 2 3.0 10.5 3.50
8. Krause,Werner 1732 1461 1 3 1 2.5 13.0 5.75
9. Hofmeier,Arthur 1584 1333 2 1 2 2.5 12.0 3.25
10. Graffenberger,Wilhelm 1760 1585 2 1 2 2.5 11.0 2.75
11. Becker,Gerd 1288 2 0 3 2.0 11.5 2.50
12. Grube,Bernd 1553 1364 2 0 3 2.0 10.0 1.00
13. Wichmann,Dieter 1454 1291 1 2 1 2.0 7.0 3.00
14. Graffenberger,Marianne 1543 1214 0 3 2 1.5 12.5 3.00
15. Hübner,Georg 1505 1 1 2 1.5 11.0 3.25
16. Krüger,Dietrich 1342 0926 1 1 3 1.5 10.5 1.25
17. Paulsen,Werner 0771 0 1 4 0.5 9.5 0.25
18. Fuhrmann,Berndt 1354 0797 0 1 4 0.5 9.0 0.25

Bericht von Andreas Schild:

In diesem Jahr hatten sich mit zunächst 21 Teilnehmern mehr Senioren zum CL60Plus-Turnier angemeldet als in den vier Jahren zuvor. Doch dann mussten 2 Teilnehmer wegen anderweitiger Termine noch kurzfristig absagen. Um auf eine gerade Spielerzahl zu kommen, verzichtete Andreas Schild auf seine Teilnahme, um sich voll der Organisation und der Berichterstattung diess Turniers widmen zu können
In der 1. Runde lieferten sich Wilfried Rühr und Arthur Hofmeier die “schnellste” Partie, weil Arthur im 16. Zug seine Dame einstellte und sofort aufgab. Zu diesem Zeitpunkt hatten beide zwar noch gleich viel Material, doch wies “Fritz” bereits hier einen erheblichen Vorteil für Wilfried aus.
Erwartete Erfolge um den 20. Zug herum gab es für den jeweiligen Partiefavoriten in den Paarungen.
Helmut Jürgens – Werner Paulsen 1 – 0
Dietrich Krüger – Hans-Siegfried Seemann 0 – 1

Schon deutlich länger und härter musste wiederum – so wie in manchen Jahren zuvor – Sreten Ristic gegen Marianne Graffenberger kämpfen. Immerhin dauerte die Partie 50 Züge. Sretens Zeitverbrauch war umso kürzer – nach einer Stunde stand seine Uhr durch die 30-Sekunden Zeitgutschrift pro Zug immer noch bei 1,5 Stunden und am Ende der Partie hatte er gerade einmal 2 Minuten verbraucht.
In den weiteren vier Partien wurde erheblich länger und ausgeglichener gekämpft. Zweimal setzte sich nach jeweils einem “falschen” Zug des DWZ-Unterlegenen dann die Spielstärke des Gegners durch
Bernd Grube – Holger Winterstein 0 – 1
Gerd Becker – Manfred Oelrichs 0 – 1.

Die Partien mit der längsten Spieldauer gingen dann wohl gerechter Weise mit Remis zu Ende:
Dieter Wichmann – Viktor Lochmann ½ – ½
Werner Krause – Georg Hübner ½ – ½
(Rundenergebnisse und der Tabellenstand stehen unter Paarungen).
Zum Schluss bleibt noch anzumerken, dass die DGT-Partieaufzeichnungen einwandfrei funktionierten und daher gleich am nächsten Tag die Partien zur Nachanalyse zur Verfügung standen.
Mein Dank geht daher an die “Aufbauhelfer”, Arthur Hofmeier und Werner Krause!

Runde 1

Runde 2, Bericht von Andreas Schild

Am 2. Tag kam es durch die Favoriten-Siege des 1. Tages zu mehreren Paarungen in der oberen Tabellenhälfte:
Hans-Siegfried Seemann – Wilfried Rühr,
Wilhelm Graffenberger – Holger Winterstein,
Manfred Oelrichs – Sreten Ristic und
Viktor Lochmann – Helmut Jürgens.

Zum letzten Jahr gabe es fast eine Parallele: An diesem Tag spielte abends auch Bayern München in der Champions League, allerdings gegen Real Madrid. Daher waren fast alle Partien damals schon nach 3 Stunden beendet, weil es vielleicht einige vor den Fernseher zog, die dann aber durch Bayerns 0:4-Niederlage auch bei längerer Spielzeit nicht viel verpasst hätten. Heute war es im Vergleich dazu viel entspannter. Keiner redete über Fußball, denn vermutlich traute man den Bayern nach der 0:3-Auswärtsniederlage die Aufholjagd gegen den FC Barcelona nicht zu. Dennoch war es ein unterhaltsames Spiel, das ich mir bis zur Mitte der 2. Halbzeit ansah, um mich dann der Triaden-Dokumentation zuzuwenden. Insofern verpasste ich dann den Siegtreffer der Bayern, aber das machte den Kohl auch nicht mehr fett. Viel wichtiger für uns Hamburger ist am Samstag das Spiel des HSV gegen den VfB Stuttgart, in dem es wirklich um “alles oder nichts geht”. Dennoch werden wir uns an diesem Tag dadurch nicht unsere Schnellturnier – das Abschlussturnier der Triadenwoche – versauern lassen, denn in Zeiten der Smartphones werden wir sicherlich immer über den aktuellen Stand unterrichtet sein.
In der Partie Hans-Siegfried Seemann – Wilfried Rühr stand es lange Zeit ausgeglichen, bis sich Hans-Siegfried auf Damentausch einließ und Wilfried danach einen Bauern gewann. Durch weiteren Figurentausch vereinfachte sich die Stellung, in der Wilfried erneut einen Bauern gewinnen konnte. Mit zwei Bauern weniger in einem Turnmendspiel gab Hans-Siegfried im 39. Zug die Partie auf.
Zehn Züge länger spielte Holger Winterstein gegen Wilfried Graffenberger. Hier gelang Holger bereits im 9. Zug ein Bauerngewinn, der zehn Züge später dann auch zu einer besseren Gesamtstellung führte. Danach hatte Willhelm noch einmal die Chance, seinen Bauernverlust auszugleichen, übersah aber die mehrzügige Springerfolge und musste im weiteren Verlauf dann ebenfalls auf den Damentausch einwilligen. Das verbliebene Endspiel war dann eine sichere Sache für Holger.
Auch in der Partie Manfred Oelrichs gegen Sreten Ristic errang Sreten durch einen erzwungenen Damentausch endgültig die Oberhand. Mit einer Figur mehr im beginnenden Endspiel war für Manfred nichts mehr zu machen.
Und schließlich noch die vierte Partie: Helmut Jürgens hatte wohl “Genburtstagslaune” Einerseits hatte er selbst am Vortag noch Geburtstag gefeiert (unbemehrkt von den Triade-Teilnehmern?!), andererseits wollte er wohl dem neuen “Geburtstagskind”, Viktor Lochmann, ein Geburtstagsgeschenk bereiten. In einer qualitätsmäßig besseren Stellung (Turm gegen Läufer) übersah er die drohende Mattgefahr und konnte diese nur noch durch Hergabe seiner Dame abwenden. Damit war die Partie für Helmut gelaufen und er gab auf.
An dieser Stelle noch einmal mein Dank an die beiden “leisen” Geburtstagskinder für ihre Teilnahme am Turnier trotz ihres Ehrentages! RD02_CLT_336 RD02_CLT_335 RD02_CLT_334 RD02_CLT_333  RD02_CLT_331 RD02_CLT_330 RD02_CLT_329 RD02_CLT_328 RD02_CLT_327 RD02_CLT_326 RD02_CLT_325 RD02_CLT_324  RD02_CLT_322 RD02_CLT_321  RD02_319

 

Runde 3, Bericht von Andreas Schild

In der 3. Runde trafen die Spitzenreiter der Startrangliste aufeinander: Wilfired Rühr gegen Holger Winterstein. Die Eröffnung verlief ausgeglichen. Im 11. Zug griff Holger an, um vermutlich einen “lästigen” Springer auf e5 mit seinem eigenen Springer abtauschen zu wollen, übersah dabei aber, dass er in drei Zügen einen Bauern verlieren würde – und damit die Bauernstruktur am Damenflügel kaputt machen würde. Also entschloss er sich die Qualität (Turm gegen Läufer) herzugeben. Doch davon erholte sich sein Spiel nicht mehr und so musste er dann im 31. Zug von Weiß die Segel streichen. Ebenfalls noch ungeschlagen war auch Sreten Ristic, der nun gegen Georg Hübner spielte. Wie so oft machte Sreten in der Eröffnung “unkonventionelle” Züge, die in der Nachanalyse seine Stellung bis zum 25. Zug schwächer ausfallen ließ, doch dann setzte sich sein Kombinationstalent gegen Georg durch und fünf Züge später gelang ihm ein Qualitätsgewinn. Georg gab danach die Partie verloren.
Bis zum 20. Zug war die Partie zwischen Wilhelm Graffenberger und Viktor Lochmann ausgeglichen. Dann wollte Wilhelm mit seinem Läuferzug Lb2 seinen Angrif auf den kurzrochierten schwarzen König einleiten, übersah dabei aber, dass nun sein Bauer auf e3 ungedeckt war. Diesen schlug Viktor und setzte den weißen König ins Schach. Dieser konnte nicht nach h1 ausweichen, und von nun an stand der König “frei zum Abschuss” vom Läufer abgesperrt auf f1. Viktors zweiter Läufer griff nun über a6 erneut die Königslinie an und hier konnte sich Wilhelm nur mit Turmfesselung aus dem Matt befreien. Der Druck auf den gefesselten Turm wurde erhöht und wurde fünf Züge später dann einkassiert – ein Grund zur Aufgabe durch Wilhelm. Marianne machte es an diesem Abend spannender. Sie spielte die längste Partie und war danach “fix und fertig”. Dabei übersah sie, dass sie selbst noch gut eine halbe Stunde auf der Uhr hatte, ihr Gegner, Dieter Wichmann, aber seine Zeit bis auf 1 Minute verbraucht hatte. In einer schwierigen Stellung mit drohender Bauernumwandlung, die nur durch Turmverlust vermieden worden wäre; wäre es aber Dieter wohl kaum gelungen, Marianne in seiner verbliebenen Zeit Matt zu setzen. So einigten sich beide auf Remis.
Helmut Jürgens und Hans-Siegfried Seemann lieferten sich ein sehr intensives Match über 90 Züge, das besonders durch das Turmendspiel auffiel. Zum Ende schaffte es Hans-Siegfried, Helmuts Turm mit seinem König anzugreifen und von der Bedrohung seines Bauern auf e2 zu vertreiben. Damit war der Bauerndurchmarsch perfekt und Helmut gab die Partie auf.
Ähnlich verlief die Partie zwischen Werner Krause und Gerd Becker. Schon früh “versaute” Werner Gerd die kurze Rochade und konnte im 16. Zug einen Bauern gewinnen. Im 37. Zug wurden die letzten Leichtfiguren getauscht und nun gab es ein Turmenspiel, in dem Werner einem Bauern mehr besaß. Dieser entschied letztlich die Partie durch Damenumwandlung.
Bernd Grube gab zwei Leicht-Figuren für einen Turm und Bauer. Doch jetzt zeigte sich, dass es sein Gegner, Manfred Oelrichs, verstand, seine Figuren gut in Position zu bringen. Bernd konzentrierte sich weiter auf Bauerngewinn am Damenflügel, während Manfred seinen Angriff auf Bernds kurz-rochierten weißen König fortsetzte. Um das Matt zu verhindern, musste Bernd mit einem seiner Türme Manfreds Läufer schlagen, gab damit aber den Schutz des zweiten Turms auf, der durch einen Doppelangriff der Dame mit Schach gewonnen wurde – Zeit für Bernd aufzugeben.
Dietrich Krüger und Arthur Hofmeier spielten ihre Partie bis zum Matt im 36. Zug voll aus. Arthur hatte es in der Mitte der Partie geschafft, Dietrichs weißen Königsflügel total zu öffnen, und den König von einer Rochade abzuhalten. Arthur selbst schaffte es schließlich im 27. Zug, seinen König durch Rochade in Sicherheit zu bringen, um dann mit der Macht seiner beiden Türme und der Dame, den weißen König Matt zu setzen.
Werner Paulsen und Berndt Fuhrmann trennten sich im 44. Zug Remis – Werner hatte Berndt bei erheblichen Figurenübergewicht Patt gesetzt. Das Patt hätte vermieden werden können, wenn Werners ” gefräßige” Dame nicht Berndts letzte Leichtfigur geschlagen hätte, denn in wenigen Züge hätte dann Werner Matt setzen können.
Ein langer, aber auch spannender Turniertag war damit beendet.

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Runde 4 Bericht von Andreas Schild

Der 4. Turniertag hätte der Tag des Remis werden können, wenn einigen im Endspiel die richtige Zugfolge eingefallen wäre. So blieb es bei drei Remis-Partien, von denen zwei relativ schnell “vereinbart” wurden. Im Familienduell zwischen Marianne und Wilhelm Graffenberger stand das Remis nach 12 Zügen fest, in der Partie zwischen Hans-Siegfried Seemann und Werner Krause nach dem 31. Zug, als nur noch wenige Figuren auf dem Brett standen und die Stellung wirklich ausgeglichen war. Am längsten spielten Sreten Ristic (Weiß) gegen Wilfried Rühr(Schwarz). Sie waren nach dem 3. Spieltag die einzigen noch ungeschlagenen Spieler und der heutige Sieger hätte schon einen entscheidenden Vorsprung vor der letzten Runde erzielt. In einem intensiven Turmendspiel mit ungleichfarbigen Läufern und einem Bauern mehr für Schwarz schenken sich beide Spieler nichts. Der schwarze Mehrbauer war ein Doppelbauer und konnte daher keine rechte Entfaltung erzielen. Nach 66 Zügen hatte Wilfrid zwar immer noch einen Bauern mehr – der einzige Bauer auf dem Brett – doch da bereits die Türme getauscht waren, nützte dieser Bauer bei beiderseitigen Läufern nichts mehr. Remis und damit die Turnierentscheidung weiter auf den letzten Spieltag geschoben.

In der Partie Viktor Lochmann gegen Holger Winterstein sah es lange nach einem klaren Sieg für Holger aus. Er hatte im Turmendspiel zwei Bauern mehr, von denen er allerdings einen wieder aufgab, um den gegnerischen König von der Seite angreifen zu können. Es ergab sich folgende Stellung (Weiß am Zug):

Bild 200

Weiß zog Tf6+ (und damit war die Partie verloren). Hätte er jedoch Tg8+ gespielt, so wäre die Partie Remis ausgegangen [51.Tg8+ Kf7 52.Tg5 Te3+ 53.Kxf5 Txg3 54.Txg4].

Ähnlich verlief die Partie Manfred Oelrichs gegen Arthur Hofmeier. Arthur geriet schon in der Eröffnung mächtig in Rückstand. Ihm wurde die Rochade verdorben und er musste zulassen, wie sich ein weißer Läufer auf c7 festsetzte, der durch einen Bauern auf b6 gedeckt war. Doch bis zum 32. Zug schmolz der weiße Vorsprung dahin und es ergab sich ein Turmendspiel, in dem Weiß zwar immer noch einen Bauern mehr hatte, aber bei sechs bzw. fünf Bauern auf dem Brett war das noch nicht das Ende der Partie. Doch dann machte der schwarze Turm eine “umständliche” Zugfolge, um einen weiteren weißen bauern zu gewinnen und das gab Schwarz die Gelegenheit, auf dem Damenflügel zwei Freibauern zu bekommen, die letztlich auch die Partie entschieden.
Auch die Partie von Georg Hüber gegen Helmut Jürgens verlief immer auf Remis-Gleisen – bis zum 39. Zug. Ich kann mir nicht vorstellen, dass beide Spieler bis dahin so viel Zeit verbraucht hatten, dass es zu dem folgenschweren Gedanken unter Zeitdruck im 40.Zug gekommen ist:

Bild 201

Weiß zog Kh5?? und damit war im nächsten Zug die Partie beendet.

Einen ähnlich “folgenschweren” Zug unterlief Bernd Grube in seiner Partie gegen Gerd Becker – dies allerdings in hoher Zeitnot. Im 39. Zug hatte Bernd noch einen entscheidenden Zug Da2 gefunden, den Gerd mit Damentausch beantwortete:

Bild 202

Doch auf das Schachgebot konterte Bernd nicht einfach mit Turmschlagen, sondern zog seinen König, worauf Gerd nun auch noch den Turm schlug. In letzter Sekunde hat Bernd die Partie aus der Hand gegeben, schade.

Als hätten sie sich abgesprochen: beide Partie von
Dietrich Krüger – Werner Paulsen
als auch
B. F. – Dieter Wichmann
endeten im 40. Zug durch Matt oder Aufgabe. Der DWZ-stärkere Spieler hatte die Partie jeweils für sich entschieden (Dieter Wichmann bzw. Dietrich Krüger).
Der Turniertag war wiederum nach 4 Stunden Spielzeit beendet.

Am letzten Tag kommt es nun nicht nur darauf an, was den beiden weiter führenden Spielern gelingt, sondern wie auch ihre früheren Gegner spielen. Denn gewinnen beide, muss die Zweitwertung über den Turmiersieg im CL60Plus-Turnier entscheiden!

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Runde 5 Bericht Andreas Schild

5. und letzte Runde am Freitag, dem 15. Mai 2015. Alles blickte auf die beiden Spitzenbretter und die “Assistenten” an den weiteren sieben Brettern. Das 9. Brett blieb heuite unbesetzt, denn Dieter Wichmann und Georg Hübner hatten bereits gestern ihren Abschlusstag wegen anderer Termine am Freitag. Es wäre fast ein “weißer” Freitag geworden, wenn nicht zwei Partien doch noch für Schwarz gewonnen wurden. Der alles entscheidende Weiß-Sieg geschah an Tisch 3, an dem Holger Winterstein gegen Sreten Ristic spielte. Und Sreten wurde vielleicht wieder einmal ein Opfer seiner schnellen Spielweise. Nach einer Stunde(!) hatte er immer noch seine Anfangszeit auf der Uhr. Doch hier machte er noch keine entscheidenden Fehler. Die passierten erst zu fortgeschrittener Stunde im 33. Zug, als er Matt zu drohen gedachte, dabei aber wohl die Springerdeckung übersah und dabei einen Springer einstellte. Diese Mehrfigur rettete Holger bis ins Turmendspiel, in dem Sreten erneut eine “Schnellzug” unterlief, der ihm den Turm mit einer Springergabel kostete. Damit war die Partie für Holger entschieden und Wilfried konnte beruhigt seine Partie an Tisch 1 gegen Manfred Oelrichs zu Ende spielen. Zu diesem Zeitpunkt war ihre Partie ausgeglichen, doch dann übersah Manfred einen Läuferspieß gegen Dame und Turm bei dem eigenen Versuch, einen seiner zwei vorgerückten freien Bauern zur Umwandlung zu führen. Danach gab Manfred die Partie auf und Wilfried Rühr stand als Sieger des CL60Plus Turniers fest. Herzlichen Glückwunsch.

Die anderen Partien waren alle bis auf die Partie von Werner Krause gegen Viktor Lochmann viel früher beendet. Einen vergleichbaren “Geschwindigkeitsrekord” wie Sreten legte Helmut Jürgens gegen Marianne Graffenberger hin. Nach einer Stunde hatte er wegen der 30-Sekunden-Zeitgutschrift keine Minute seiner Anfangszeit verbraucht. Bis zum 20. Zug hatte er sich auch eine schlechtere Ausgangslager “errannt”, die er dann allerdings sukzessive in eine bessere umwandeln konnte. Dabei half Marianne ihm ein wenig, als sie eine Springergabel auf Turm und Dame übersah. Von nun an lief es für Helmut gut und nach dem Damentausch war die Sache für Helmut eindeutig gelaufen. Marianne gab auf.
Noch schneller in der Spieldauer machte es Wilhelm Graffenberger, der bereits nach 15 Zügen Dietrich Krüger Matt setzte.
Gut die doppelte Zügezahl spielten Arthur Hofmeier gegen Werner Paulsen und Bernd Grube gegen B. F.. Dann haten beide DWZ-Stärkeren ihre Partie gewonnen und konnten sich noch lange Zeit der Partie vn Werner Krause gegen Viktor Lochmann widmen, die heute die längste Partie wurde. Bis zum 45 Zug war die Partie ausgeglichen, wobei Werner allerdings fast 45 Minuten Bedenkzeit mehr verbraucht hatte und nun seine letzten 15 Minuten durch intensives Überlegen weiter stark reduzierte. Weil er jetzt vielleicht schneller ziehen musste, unterliefen Werner im Läufer-/Turmendspiel bei gleich vielen Bauern ungenaue Züge, die Viktor zu Bauerngewinn nutzte – vor allem einen entfernten Freibauer auf der a-Linie. Damit war es um Werners Ausgleichschancen geschehen und nach fast 4 Stunden beendeten beide ihre Partie. Viktor hatte gewonnen.

Damit war erneut ein langer Turniertag beendet. der zu guter Letzt doch einen eindeutigen Sieger – Wilfried Rühr – hervorgebracht hatte.

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